Steuern und Abschreibemöglichkeit von Photovoltaik-Anlagen.

Die nachfolgenden Informationen sind nicht als Steuerberatung anzusehen. Wir informieren lediglich über Erfahrungen, die wir im Zusammenhang mit PV-Anlagen gemacht haben.

 

Diese Informationen ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch Ihren Steuerberater. Alle Angaben sind trotz sorgfältiger Prüfung ohne Gewähr. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der nachfolgenden Ausführungen lehnt emkos jegliche Haftung ab.

Besteuerung

Ihr gutes Recht



Einkommenssteuer

Die Einkünfte aus Stromverkauf sind Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb und daher in der jährlichen Steuererklärung anzugeben. In einer jährlichen Gewinn- und Verlustrechnung wird festgestellt, ob ein Gewinn erwirtschaftet wurde, oder ob aufgrund von Kosten und Abschreibung ein Verlust besteht. Gewinn oder Verlust werden in der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt.
Wird mit der PV-Anlage Gewinn erzielt, so wird dieser mit den anderen Einkommensarten zusammengerechnet und einheitlich mit einer Steuer gemäß Steuertabelle belegt. Sind die Einkünfte aus dem Betrieb der PV-Anlage negativ, wird also ein Verlust erwirtschaftet, sinkt dadurch das Gesamteinkommen und damit auch die zu zahlende Einkommenssteuer.

 

Umsatzsteuerliche Behandlung

Der Betreiber einer Photovoltaik-Anlage im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt nach einem Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums vom 4.12.01 als Unternehmer. Allgemein gilt nach der Kleinunternehmer-Regelung für Unternehmen, die einen Jahresumsatz von €16.620,- nicht überschreiten, eine Befreiung von der Pflicht zum Ausweis der Umsatzsteuer.
Der Betreiber kann aber durch den „Verzicht auf Umsatzsteuerbefreiung” mit einer einfachen Mitteilung an das Finanzamt die Vorsteuerabzugsberechtigung geltend machen. Dem Netzbetreiber muss mitgeteilt werden, dass eine Vorsteuerabzugsberechtigung vorliegt, damit er die im EEG festgelegte Vergütung zzgl. MwSt. zahlt.

 

In diesem Fall erhält der Betreiber die gezahlte Umsatzsteuer auf den Erwerb und die Wartung seiner Anlage zurück.


Auf die Einspeisevergütung erhält er die Umsatzsteuer. Diese muss er an das Finanzamt abführen. Eine Gewinnerzielungsabsicht ist für diese Option unerheblich. Hier zählt lediglich die Absicht, Einnahmen zu erzielen. Durch die regelmäßigen Zahlungen der Einspeisevergütung durch den Netzbetreiber ist dieser Tatbestand gegeben. Beim Finanzamt sind regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben, sowie jedes Jahr eine Umsatzsteuererklärung. Der Verzicht auf die Umsatzsteuerbefreiung ist für fünf Jahre binden, danach kann neu entschieden werden.

 

Gewerbesteuer

Für Personengesellschaften gilt ein jährlicher Freibetrag für den steuerlichen Gewinn in Höhe von €24.500,-.

 

Die meisten PV-Anlagen sind somit nicht gewerbesteuerpflichtig!

 

Abschreibemöglichkeit

Wird mit der Anschaffung und dem Betrieb einer PV-Anlage eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt, und ist diese erkennbar, so wird die Investition über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben. Die jährliche Steuerlast des Investors wird damit reduziert.

 

Lineare Abschreibung (AfA) nach §7 EStG

Die Nutzungsdauer (Abschreibungsdauer) der Photovoltaik-Anlage beträgt 20 Jahre. Der jährliche Abschreibungssatz beträgt 5% der Anschaffungskosten.

 

Sonderabschreibung nach §7g Abs. 1 und 2 EStG

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, eine Sonderabschreibung vorzunehmen. Diese Sonderabschreibung beträgt 20% der Netto-Anschaffungskosten, die auf das Jahr der Anschaffung und die nachfolgenden vier Jahre verteilt werden kann.
Innerhalb dieser fünf Jahre kann der Steuerpflichtige frei wählen, wann und in welcher Höhe er diese jeweils nutzen möchte. Unter bestimmten Voraussetzungen kann im Jahr vor der Anschaffung der PV-Anlage eine Ansparabschreibung von 20% geltend gemacht werden.

 

Ob für den Anlagenbetreiber die Sonder-, bzw. Ansparabschreibung in Frage kommt, sollte er durch einen Steuerberater prüfen lassen.

Überschaubare Investition mit sicheren Erträgen.